Projekte

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Zielgerichtet und engagiert: Projekte der Universitätsbibliotheken in Bayern

Die bayerischen Universitätsbibliotheken beteiligen sich an zahlreichen Projekten, welche oft in Kooperation mit anderen Bibliotheken sowie mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Bei vielen dieser Projekte handelt es sich um durch Drittmittel geförderte Projekte.

Projekte der Universitätsbibliotheken in Bayern

  • Deep Green (UB Erlangen-Nürnberg): Das Projekt will wissenschaftliche Veröffentlichungen, sofern lizenzrechtlich erlaubt, automatisiert nach Ablauf der Embargofristen Open Access verfügbar machen.
  • Digitale Langzeitverfügbarkeit im Bibliotheksverbund Bayern (UB Bayreuth, UB Regensburg): Das Projekt verfolgt das Ziel, im Rahmen des kooperativen Leistungsverbunds der bayerischen wissenschaftlichen Bibliotheken digitale wissenschaftsrelevante Informationen dauerhaft zugänglich zu machen. Hierzu soll von den beteiligten Projektpartnern – neben der federführenden Universitätsbibliothek Regensburg die Universität Bayreuth und die Bayerische Staatsbibliothek – auf einer einheitlichen technischen Basis und entsprechend dem OAIS-Modell (Open Archival Information System) eine kombiniert zentral-dezentrale Infrastruktur konzipiert und konkretisiert werden.
  • eBooks-On-Demand-Network Opening Publications for European Netizens (UB Regensburg): Ziel des Projektes ist es, die Zugänglichkeit der Werke des 20. Jahrhunderts in digitaler Form zu verbessern. Während neuere Titel häufig elektronisch erscheinen und ältere Bücher durch die Massendigitalisierung der letzten Jahre digital gut erschlossen sind, klafft aufgrund der komplexen Urheberrechtssituation eine Lücke für das 20. Jahrhundert. Das Projekt EODOPEN verfolgt verschiedene Ansätze, um Hemmnisse bei der elektronischen Verfügbarkeit der Werke des 20. Jahrhunderts abzubauen.
  • eHumanities - interdisziplinär (UB Erlangen-Nürnberg, UB der LMU): Das Bayerische Ministerium für Wissenschaft und Kunst fördert drei Jahre lang die Konzeption und Evaluierung neuer Hilfsmittel und die Erarbeitung von Best-Practice-Empfehlungen zum Forschungsdatenmanagement für die digitalen Geisteswissenschaften.
  • eRIC Projekt: eResearch - Communication and Infrastructure (UB der TUM, UB der UniBw): Zielsetzung des Projekts ist die Entwicklung einer integrierten Datenmanagement- und Kommunikationsinfrastruktur, die den gesamten Lebenszyklus der Wissensproduktion und des Wissenstransfers begleiten. Schwerpunkt von eRIC ist die Analyse und Umsetzung von Konzepten und Werkzeugen zur Kommunikation zwischen Forschungsgruppen und Universitätsbibliotheken. In Kooperation mit nationalen und internationalen Projektpartner, darunter Wissenschaftler und Bibliothekare, werden neue Informationsservices für den Forschungssupport wie auch Open-Source-Software-Lösungen erarbeitet.
  • Numid (UB Erlangen-Nürnberg): Der numismatische Forschungs- und Digitalisierungsverbund NUMiD arbeitet gegenwärtig am Aufbau eines Portals, das die universitären Münzsammlungen in Deutschland zusammenführt und verschiedene virtuelle Angebote für Forschung und Lehre in der Numismatik offeriert. Mit der Sammlung Heerdegen und den Münzsammlungen in der Universitätsbibliothek beteiligt sich die FAU an diesem numismatischen Netzwerk.
  • Objekte im Netz (UB Erlangen-Nürnberg): In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Objekte im Netz“ entwickelt das Germanische Nationalmuseum Nürnberg zusammen mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) eine gemeinsame Erschließungs- und Digitalisierungsstrategie für die Sammlungen der FAU, die auch auf andere universitäre Sammlungen übertragbar sein soll.
  • Open-Access-Publikationsfonds (UB Bamberg, UB Bayreuth, UB Erlangen-Nürnberg, UB der TUM, UB Regensburg, UB Würzburg): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt mit einem Förderprogramm das Publizieren in anerkannten Open Access Zeitschriften. Als Anreiz für Autoren steht ein Publikationsfonds zur Verfügung, aus dem die Artikelbearbeitungsgebühren, die für die Publikation in einer Open Access-Zeitschrift anfallen, zu 100% übernommen werden können. Die von der DFG im Rahmen des Förderprogramms bereitgestellten Mittel werden durch einen Eigenanteil der Universitäten ergänzt.
  • Prozessorientierte Diskursanalyse (UB Regensburg): Technologien für diskursbasierte Analysen in der Medien- und Wissenschaftsgeschichte. Ziel dieses Projekts ist die Einrichtung einer virtuellen Forschungsumgebung zur Durchführung von Diskursanalysen im Bereich der Sozial- und Geisteswissenschaften, besonders der Geschichtswissenschaft.
  • SEED (UB Bayreuth): Im Rahmen der DIES-Partnerschaften des DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst) soll mit dem Forschungsprojekt "SEED" das Hochschulmanagement durch die Entwicklung und Konfiguration neuer Informations-/Kommunikationstechnologien (IKT) und Serviceleistungen, insbesondere im Blick auf exzellente Lehr- und Lernbedingungen, unterstützt werden. Die Universitätsbibliothek Bayreuth ist Projektpartner und engagiert sich vor allem auf dem Gebiet der Digitalisierung, Verzeichnung und Darstellung von Forschungspublikationen.
  • VD 17 (UB Augsburg, UB Erlangen-Nürnberg, UB Eichstätt-Ingolstadt, UB der LMU): Das Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) startete 1996 als retrospektive nationalbibliographische Unternehmung. Im Rahmen des Förderprogramms "Erschließung und Digitalisierung" stellt die DFG seit einigen Jahren Mittel für die Digitalisierung der im VD 17 nachgewiesenen Drucke zur Verfügung. Inzwischen wurde von den Träger- und Partnerbibliotheken ein gemeinsamer Masterplan erarbeitet, um bis zum Jahr 2020 für etwa 90 Prozent der nachgewiesenen Titel Digitalisate zu erstellen, die über die VD 17 Datenbank zugänglich sind.
  • VD 18 (UB Erlangen-Nürnberg): Das Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD 18) ist die retrospektive Nationalbibliographie für Druckwerke des Erscheinungszeitraums 1701-1800 und steht in bewährter Tradition zu seinen Vorgängerprojekten VD 16 und VD 17. Neben der bibliographischen Verzeichnung ist die Digitalisierung der Drucke ein Schwerpunkt des Projektes. Damit wird der Zugang zu deutschem Kulturgut jederzeit und überall möglich.
  • VIATOR (UB Bayreuth): Bei VIATOR (Virtuelle Arbeitsplattform für Technik und Organisation im verteilten Forschungsbetrieb) handelt es sich um ein durch die DFG gefördertes Projekt zum Aufbau einer sogenannten "Virtual Research Environment". VIATOR ermöglicht, schnell und flexibel digitale Forschungsumgebungen für Projektgruppen einzurichten.