Pressemitteilungen

1. Januar 2013, Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt
1613 erschien das berühmte Pflanzenbuch

400 Jahre Hortus Eystettensis

400 Jahre Hortus Eystettensis

Eines der berühmtesten Pflanzenbücher wird in diesem Jahr 400 Jahre alt: 1613 erschien der Erstdruck des prächtigen Hortus Eystettensis. Auf 367 ganzseitigen Tafeln zeigt das Buch die Pflanzenwelt der Gartenanlagen an der Eichstätter Willibaldsburg. Die Universitätsbibliothek Eichstätt-Ingolstadt würdigt dieses Ereignis mit einer Ausstellung und einer Vortragsreihe. Über http://www-ub.ku.de/cgi-bin/hortus-online.pl kann man selbst die prachtvollen Pflanzenbilder erkunden.

Seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts ließen die Eichstätter Fürstbischöfe an den Hängen rund um ihre Burg über der Stadt repräsentative Gärten anlegen, die schon bald wegen ihrer zahlreichen heimischen und vor allem exotischen Pflanzen weit über die Grenzen des kleinen Bistums hinaus berühmt wurden. Um 1606 übertrug Fürstbischof Johann Konrad von Gemmingen dem Nürnberger Apotheker und Botaniker Basilius Besler, die Pflanzen seines Gartens in einem repräsentativen Druckwerk zu verewigen. Das Buch, das nach langwierigen Vorbereitungen 1613 erschien, enthält 1.084 Pflanzenarten aus allen Teilen der damals bekannten Welt. Die 366 Tafeln (mit einer Doppeltafel) entsprechen genau der Tageszahl eines Schaltjahres. Welche der abgebildeten Pflanzen sich tatsächlich im fürstbischöflichen Garten an der Willibaldsburg befunden haben, ist ungewiss, da der Garten seit dem18. Jahrhundert verfiel und heute nicht mehr zu verlässig rekonstruiert werden kann. 1998 wurdeder Bastionsgarten an der Burg neu angelegt; die heutige Bepflanzung orientiert sich an Beslers berühmtem Buch.

20. Dezember 2012, Universitätsbibliothek Bamberg
DFG-Förderung für Open-Access-Publizieren

Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt Uni-Fonds mit 12.000 Euro

Elektronisches Publizieren

Über 400 deutsche Wissenschaftsorganisationen sowie führende internationale Forschungs- und Kultureinrichtungen haben bereits die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterzeichnet. Auch die Universität Bamberg bekennt sich zu den dort beschriebenen Prinzipien – und bekam nun von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) 12 000 Euro für das Open-Access-Publizieren bewilligt.

3. Dezember 2012, Universitätsbibliothek Bamberg
Universität feiert den Ankauf der Liesel-Metten-Skulptur

Ein Drehhorn wacht über die Bibliothek am Heumarkt

Skulptur "Drehhorn" der Künstlerin Liesel Metten

Bibliotheken zeichnen sich in der Regel durch Bücher, Arbeitsplätze und technische Ausstattung aus. In der Teilbibliothek Sprach- und Literaturwissenschaften können sich die Studierenden aber auch künstlerisch inspirieren lassen. Die Drehhorn-Skulptur weist in Zukunft den Weg in die Bibliothek. Sie wurde am 23. November feierlich übergeben.

1. November 2012, Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr München

Den Geheimnissen des Universums auf der Spur – die „Weltmaschine“ zu Gast in Neubiberg

Die Ausstellung Weltmaschine im Hauptlesesaal der Universitätsbibliothek

Die Jahresausstellung 2012 der Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr befasst sich in diesem Jahr mit einem besonders aktuellen und spannenden Thema, nämlich mit der Frage, „was die Welt im Innersten zusammenhält“: der Theorie der kleinsten Teilchen und vielleicht einer Entdeckung des Jahrhunderts. Am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf steht die größte und leistungsstärkste Maschine der Welt, der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider, kurz LHC.

Mit unvorstellbar hohem Aufwand werden dort Protonen – die Kerne des Wasserstoffatoms – auf fast Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und kontrolliert zum Zusammenstoß gebracht. Die dabei freiwerdenden Energien sind so extrem, dass sie nur mit den Bedingungen verglichen werden können, wie sie im Universum winzige Sekundenbruchteile nach dem Urknall herrschten. Wie nie zuvor eröffnet dies den beteiligten Physikern einen Blick in die innersten Geheimnisse der Materie.

Die wichtigste Aufgabe dabei ist, dass sogenannte „Standardmodell der Teilchenphysik“ endgültig experimentell zu bestätigen. Das Standardmodell ist eine physikalische Theorie, die versucht alle bekannten Elementarteilchen und deren Wechselwirkungen untereinander vollständig zu beschreiben. An dieser Theorie wird bereits seit langem gearbeitet: Fundamentale Beiträge lieferte bereits Werner Heisenberg, einer der Begründer der Quantenmechanik und Namensgeber der Campusstraße der Universität der Bundeswehr, in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts. Fast alle ihre Vorhersagen konnten bisher auch experimentell bestätigt werden. Nur eine einzige Frage, die aber von grundlegender Bedeutung ist, ist bisher noch ungeklärt: Woher haben Elementarteilchen ihre Masse? Die Antwort könnte der sogenannte Higgs-Mechanismus geben. Nach dieser Theorie erhalten alle Elementarteilchen ihre Masse erst durch die Wechselwirkung mit einem speziellen Feld, dessen Quant als Higgs-Boson bezeichnet wird. Benannt ist es nach dem heute 83jährigen schottischen Physiker Peter Higgs, der bereits 1964 die Existenz dieses Feldes prognostiziert hat. Nach diesem Teilchen suchen Physiker seit Langem und haben nun im Sommer diesen Jahres am LHC eindeutige Indizien für ein neues, Higgs-ähnliches Teilchen gefunden. Vielleicht ist das am CERN entdeckte Teilchen das fehlende Puzzlestück, was dem Standardmodell zu seiner endgültigen Bestätigung noch fehlt, vielleicht ist es auch etwas ganz anderes, das die Tür zu neuen Entwicklungen in der Teilchenphysik aufstößt.

Zu diesen fundamentalen Fragen der Physik zeigt die Universitätsbibliothek der Universität der Bundeswehr bis zum 23.01.2013 eine Wanderausstellung des Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY.

Exponate zum Anschauen und Ausprobieren (z. B. Modell des ATLAS-Detektors, Modell des CMS-Detektors, Higgs-Analogon, Kugel-Linearbeschleuniger, Plasmakugel, Skulptur „Vom Kristall zum Quark“), großformatige Bilder und informative Tafeln vermitteln die Faszination der „Weltmaschine".

Prof. Dr. Siegfried Bethke, verantwortlicher Direktor für die Aktivitäten des Max-Planck-Instituts für Physik in München am LHC, wird bei der Eröffnung der Ausstellung am 13. November 2012 um 16:00 Uhr im Hauptlesesaal der Zentralbibliothek über den neuesten Stand in der Elementarteilchenphysik berichten. Interessierte Gäste sind bei freiem Eintritt herzlich willkommen (Zugang über das Westtor der Universität).

29. Oktober 2012, Universitätsbibliothek Bamberg
Lesenacht zur Eröffnung der ERBA-Bibliothek

„Daheim ist, wo man liest“

Bibliotheksdirektor Dr. Fabian Franke bei der Lesenacht

„Franken liegt nicht am Meer, aber mir liegt es am Herzen“, schloss Armin Gertz seinen Vortrag während der Lesenacht zur Eröffnung der neuen ERBA-Bibliothek. Damit umschrieb er das Thema des Abends: Heimat – betrachtet aus unterschiedlichen Blickwinkeln und Kontexten. Zur Eröffnung der neuen ERBA-Bibliothek am 25. Oktober führten 20 Universitätsangehörige das Publikum in einer 7-stündigen Lesung durch die Nacht. Es lasen Professorinnen und Professoren, Studierende, Mitglieder der Universitätsleitung, Dozentinnen und Dozenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der Verwaltung.

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