Aktuelles

27. Juli 2021, Universitätsbibliothek Würzburg

Universitätsbibliothek Würzburg startet kontaktlose Selbstbedienungs-Ausleihe

Durchschneiden des roten Bandes zum offiziellen Start der RFID-Ausleihe

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 27. Juli 2021 startete der Präsident der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Prof. Paul Pauli offiziell die kontaktlose Selbstbedienungs-Ausleihe in der Zentralbibliothek am Hubland. Mit dieser „großartigen und gewaltigen Leistung“, so Pauli, habe die Universitätsbibliothek (UB) Würzburg einen „wichtigen Meilenstein“ genommen. Die Benutzer*innen können ihre Medien ab sofort selbst verbuchen und zurückgeben.

Ausleihe wird „kontaktlos“ und viel komfortabler für alle Nutzer*innen der UB
Die kontaktlose Selbst-Ausleihe basiert auf der Radio Frequency Identification (RFID)-Technologie. Mit ihr wird der Bibliotheksbesuch spürbar komfortabler, denn die Nutzer*innen sparen sich die Wartezeit vor den Schaltern an der Leihstelle. Da die Medien nun auch besser gegen Diebstahl geschützt sind, ist es künftig nicht mehr zwingend notwendig, Jacken und Taschen in den Schließfächern vor dem Besuch der Lesesäle zu verstauen (Ausnahme: Lesesaal Sondersammlungen). Nach der Einführung der kontaktlosen Selbstbedienungs-Ausleihe in der Zentralbibliothek wird die Ausleihe auch in den größeren Teilbibliotheksstandorten sukzessive auf die neue Technik umgestellt. Erstmals in der Geschichte der UB Würzburg wird dann ein Großteil des dezentralen Bestandes ausleihbar sein.

500.000 Bände in kürzester Zeit konvertiert
Prof. Pauli dankt in seinem Grußwort dem Leiter der Universitätsbibliothek, Dr. Hans-Günter Schmidt, und allen Mitarbeitenden der UB für die „großartige und – vor allem mit Blick auf die Konvertierungsarbeit der bestehenden Bestände – gewaltige Leistung“: „Mit der Einführung der
RFID-Ausleihe in der Zentralbibliothek und vier Teilbibliotheksstandorten hat die Universitätsbibliothek einen wichtigen Meilenstein genommen.“ Gerade angesichts der Corona-Pandemie biete die kontaktlose Ausleihtechnik einen großen Vorteil: „Dank moderner RFID-Technologie kann die Ausleihe und Rückgabe von Medien fortan unabhängig von Inzidenzwerten angeboten werden.“ In knapp fünf Monaten hat das RFID-Projektteam der UB den kompletten Lesesaal-Bestand der Zentralbibliothek, circa 500.000 Bände, mit neuen RFID-Etiketten ausgestattet und mit dem Ausleihsystem verknüpft. In seiner Rede dankt Dr. Hans-Günter Schmidt dem RFID-Projektteam der UB, die dieses Mammutprojekt in diesen schwierigen Corona-Zeiten zu einem erfolgreichen Abschluss bringen konnten. In seinen Dank schließt Schmidt auch die Studierendenvertreter ein, die sich in der UB-Studienzuschuss-Kommission dafür eingesetzt haben, dass diese Maßnahme zu einem großen Teil aus Studienzuschüssen finanziert werden kann. Sein besonderer Dank gilt der neuen Universitätsleitung und dem Präsidenten der JMU, Herrn Prof. Pauli: „Ich danke Ihnen, Herr Präsident Pauli für die Unterstützung, die Sie dem Projekt angedeihen lassen. Ihr heutiger Besuch ist für uns ein Zeichen, dass eine Universität ohne ihre Infrastruktur- und Dienstleistungseinrichtungen nicht funktionieren kann.“

RFID-Ausleihe ein Element weiterer Sanierungsarbeiten in der Zentralbibliothek
Mit gut 1 Million Bibliotheksbesuchen (von Corona-Zeiten abgesehen) zählt die Zentralbibliothek zu den am meisten frequentierten Gebäuden auf dem Universitätscampus. Die starke Benutzung hinterließ in dem vor 40 Jahren am 15. Juli 1981 bezogenen Bibliotheksgebäude deutliche Spuren. Die Einführung der kontaktlosen RFID-Ausleihe sei daher ein Element weiterer, notwendiger Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten in der Bibliothek, die bereits angelaufen sind bzw. die unbedingt angegangen werden müssen, angefangen vom Austausch des Teppichbodens in der gesamten Zentralbibliothek über die Modernisierung des Informations-Zentrums bis zur Sanierung der Lüftungsanlage, so Schmidt. „Die größte Herausforderung, vor der die UB derzeit steht, ist die Magazinfrage: Bei einem jährlichen Bestandszuwachs von mehreren Zehntausend Medien und der - als Regionalbibliothek für Unterfranken – staatlichen Archivierungspflicht für alle Veröffentlichungen aus unterfränkischen Verlagen, benötigt die Universitätsbibliothek dringend mehr Magazinkapazitäten.“ Den heutigen Start der kontaktlosen Ausleihe wertet Schmidt als Signal dafür, dass sich „etwas tut“ in der Universitätsbibliothek, auch wenn der Bibliotheksbetrieb immer noch eingeschränkt ist: „Die Einführung der RFID-Ausleihtechnik, die heute offiziell eröffnet wird, markiert erst den An-
fang, der allerdings zukunftsweisend ist, da mit dieser modernen Technik der Bibliotheksbesuch spürbar vereinfacht wird und zugleich unsere Bestände besser geschützt werden.“ Nach einem kurzen Rundgang durchs Haus ging es weiter zur Leihstelle im Foyer der Zentralbibliothek, wo Prof. Pauli und Dr. Schmidt das rote Band zwischen den Selbstverbuchungsgeräten durchtrennten und damit die kontaktlose Selbstbedienungsausleihe offiziell eröffneten.

15. Juli 2021, Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Ausstellung: »Le Musée Imaginaire«

Faksimiles mittelalterlicher Handschriften

Liederhandschrift

Eine Faksimile-Edition ist das perfekte Ebenbild eines einmaligen Originals, eines Unikats.

Sie ist die originalgetreue, drucktechnisch und kunsthandwerklich hergestellte Wiedergabe eines Werkes in all seinen Details, egal ob es sich dabei um die Abstufung einzelner Farbnuancen oder die genau erfassten Töne von Gold und Silber handelt. Faksimile-Editionen müssen das Original für Forschung und Bibliophilie vollwertig ersetzen. Die Auflagen der Faksimile-Editionen sind streng limitiert und nummeriert. Dadurch sind für den Sammler Preiswürdigkeit und Wert jeder einzelnen Ausgabe überprüfbar. Eine Faksimile-Edition, die ein Kulturgut auch schützt, erschließt erst dann eine Handschrift vollständig, wenn sie auch wissenschaftlich verständlich aufbereitet wird; umfassende Kommentarbände sind daher fester Bestandteil jeder Faksimile-Edition. Eine größere Sammlung von Faksimiles kann, wie der österreichische Handschriftenspezialist Otto Mazal schrieb, ein „Musée imaginaire“ bilden, das weitverstreute Originale in Reproduktionen an einem Ort vereint.

Die Ausstellung »Le Musée Imaginaire«. Faksimiles mittelalterlicher Handschriften zeigt eine repräsentative Auswahl von Faksimiles, die aus der umfangreichen Sammlung der Abteilung Altes Buch der Universitätsbibliothek stammen. Die auf zwölf Vitrinen verteilte Ausstellung ist ab 19. Juli 2021 in der Ausleihhalle der Universitätsbibliothek zu sehen.

12. Juli 2021, Universitätsbibliothek Regensburg
Ein Leben zwischen Kunst und Wissenschaft

Imre Tóth (1921-2010)

Bearbeitungsspuren von Imre Tóth auf einer Buchseite

An der Universität Regensburg kann das Fach Wissenschaftsgeschichte 2021 sein 50-jähriges Jubiläum feiern und ist mit zwei eigenen Studiengängen fest verankert. Als 1971 der Lehrstuhl für Wissenschaftsgeschichte eingerichtet wurde, berief man den rumänisch-ungarisch-deutsch-jüdischen Mathematikhistoriker Imre Tóth (1921-2010), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum hundertsten Mal jährt.

12. Mai 2021, Universitätsbibliothek Regensburg
Graphic Novel

William Shakespeare: The Tempest (illustrated by Nele Heaslip)

Vier Panels der Seite 140 aus der Graphic Novel "The Tempest"

Mit herausragendem künstlerischem Talent hat die Regensburger Anglistikstudentin Nele Heaslip in einem Zeitraum von nur sechs Monaten eine Graphic Novel zum Shakespeare-Stück "The Tempest" gezeichnet. Das Werk Nele Heaslips wurde in Zusammenarbeit mit der UB Regensburg publiziert und verdeutlicht eine zentrale Zukunftsfunktion von Universitätsbibliotheken: die des Publikationsdienstleisters.

14. April 2021, Universitätsbibliothek der Technischen Universität München
Forum Bibliometrie 2021

Bibliometrie in der Praxis

An der Universitätsbibliothek der Technischen Universität München findet am 1./2. Juli 2021 zum zweiten Mal das Forum Bibliometrie statt. Das Programm umfasst Online-Vorträge zu grundsätzlichen und spezielleren Fragen der bibliometrischen Praxis und bietet breiten Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch zwischen Spezialisten.

Universitätsbibliotheken bieten seit einigen Jahren bibliometrische Dienstleistungen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Fakultäten und Hochschulverwaltungen an. Sie unterstützen durch bibliometrische Verfahren, also die Auswertung von Publikations- und Zitationsdaten, Forschende dabei, Publikationen möglichst gut sichtbar zu machen und beraten Hochschulen bei Rankings und Leistungsvergleichen.

Im Zentrum des Forums Bibliometrie steht die Frage, wie das Konzept der "Responsible Metrics", also des verantwortungsvollen Umgangs mit bibliometrischen Indikatoren und Methoden, in der Praxis umgesetzt werden kann. Außerdem geht es darum, in der gemeinsamen Diskussion Lösungsansätze für konkrete bibliometrische Fragestellungen zu entwickeln, für die es bisher keine Standardverfahren gibt.

Das Online-Seminar richtet sich an Kolleginnen und Kollegen aus Bibliotheken und Wissenschaft sowie aus Hochschulverwaltungen und -leitungen, die in ihrer Arbeit mit Bibliometrie zu tun haben.

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