Aktuelles

4. April 2022, Universitätsbibliothek Augsburg
Start der RFID-Ausleihe auf dem gesamten Campus

Universitätsbibliothek startet flächendeckend mit Selbstverbuchung

Neuer RFID-Selbstverbucher an der Universitätsbibliothek Augsburg

Pünktlich zum Sommersemester 2022 startet heute auf dem Campus der Universiät Augsburg in der Zentralbibliothek und den angrenzenden drei Teilbibliotheken die neue RFID-Ausleihe. Nutzer:innen der Universitätsbibliothek können ab sofort Bücher schnell, bequem und kontaktlos an Selbstverbuchungsterminals ausleihen. Die Bibliothek hat hierzu in den vergangenen Monate ihre Buchsicherung und das Ausleihsystem in Zusammenarbeit mit der Firma Bibliotheca auf die moderne RFID-Technik umgestellt.

Komfortabel und flexibel

In den gesamten Bibliotheksöffnungszeiten können ab sofort Medien ohne Gang zur Theke selbst entliehen werden. Dies geschieht beim nächstgelegenen Selbstverbuchungsautomate. Wie gewohnt benötigen Nutzerinnen und Nutzer lediglich ihre Campus Card, den Bibliotheksausweis. Legt man diesen am Selbstverbucher auf, können die gewünschten Bücher stapelweise mit nur einem Klick auf das Bibliothekskonto verbucht werden. Insgesamt acht Selbstverbucher verteilen sich auf die Zentralbibliothek und die drei umliegenden Teilbibliotheken. An allen Bibliothekseingängen sind zudem neue RFID-Sicherungsgates aufgebaut, die Alarm schlagen, sollte eine Buchung einmal nicht korrekt erfolgt sein. Selbstverständlich stehen die Mitarbeitenden der Bibliothek vor Ort mit Rat und Tat zur Seite, sollten Fragen und Probleme bei der neuen Selbstverbuchung auftreten. Die Rückgabe erfolgt vorerst noch über die bekannten Bücherboxen oder an den Servicetheken.

Schnelle Umsetzung des RFID-Projekts

An zwei dezentralen Bibliotheksstandorten, dem Leopold Mozart Zentrum und der Teilbibliothek Medizin, stand die Selbstverbuchung via RFID im Rahmen einer Pilotierung bereits seit einiger Zeit bereit. Dank zentraler Finanzierung durch die Universitätsleitung konnte nun auch an allen Standorten auf dem zentralen Campus auf RFID umgestellt werden - und dies allen planerischen Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie zum Trotz in nur einem halben Jahr. Seit Jahresbeginn fanden hierzu verschiedene Bau- und Umräummaßnahmen in der Universitätsbibliothek statt. Die Firma Bibliotheca, Partnerin im Projekt, hatte seit dem 24. Januar in allen Teilbibliotheken den Buchbestand im Akkord umetikettiert. 

22. März 2022
Task Force FOLIO

Next-Generation-Bibliothekssystem

Thumbnail mit FOLIO Logo

Bücher ausleihen und zurückgeben, erwerben und verwalten – schon seit vielen Jahren ist dies in Universitätsbibliotheken nicht ohne Softwareunterstützung denkbar. Traditionelle Bibliothekssysteme unterstützen dabei elektronische Medien nur sehr unzureichend – eine Anforderung, vor die der digitale Wandel die Universitätsbibliotheken verstärkt stellt. Diese Lücke zu schließen, ist die Zielsetzung sogenannter Next-Generation-Bibliothekssysteme.

FOLIO – Open Source Software zur Bibliotheksverwaltung

Einen völlig neuen Ansatz im Vergleich zu den Systemen der wenigen kommerziellen Anbieter verfolgt dabei FOLIO – The Future of Libraries Is Open. FOLIO wird seit 2015 von einer internationalen Gemeinschaft, getragen durch Bibliotheken in aller Welt, kooperativ als Open-Source-Software entwickelt und zeichnet sich entsprechend durch seine Offenheit aus. Die Entwicklung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass FOLIO eine echte Alternative darstellt und in renommierten Institutionen wie der Cornell University bereits im Bibliotheksbetrieb eingesetzt wird.

Engagement der Universitätsbibliotheken in Bayern für FOLIO

Auch in Bayern engagieren sich bereits zahlreiche Universitätsbibliothek in der Entwicklung von FOLIO. Die Universitätsbibliotheken der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der Technischen Universität München, der Universität Regensburg und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg sind formelle Mitglieder der FOLIO Community.

Darüber hinaus hat der Verbundrat, das zentrale Leitungsgremium des Bibliotheksverbundes Bayern, die Einsetzung einer Task Force FOLIO zum Ende des Jahres 2020 beschlossen. Die Task Force trifft sich seitdem wöchentlich, um die Möglichkeiten und Chancen des Einsatzes von FOLIO als Nachfolgesystem des bestehenden Bibliothekssystems zu beurteilen. Die beteiligten neun Universitäts- und zwei Hochschulbibliotheken bringen sich dabei gemäß ihren Schwerpunkten und besonderen Kompetenzen ein. Entsprechend wurden innerhalb der Task Force thematische Untergruppen gebildet, die sich speziell mit Fragen zu

  • Katalog
  • Erwerbung und Management elektronischer Ressourcen
  • Ausleihe
  • Discovery und OPAC
  • Datenimport und Schnittstellen

beschäftigen. In den meisten Bibliotheken wurden außerdem lokale Arbeitsgruppen gebildet, die die FOLIO-Evaluierung begleiten, Anforderungen sammeln und priorisieren. Da den beteiligten Bibliotheken vom Leibniz-Rechenzentrum jeweils eine eigene FOLIO-Testinstanz zur Verfügung gestellt wird, können die erarbeiteten Konzepte und Szenarien eingehend getestet und bewertet werden.

Im Rahmen eines virtuellen Showrooms hat die Task Force bereits im September 2021 eine breitere Bibliotheksöffentlichkeit über ihre Tätigkeit rund um FOLIO informiert. Die Präsentationen und Aufzeichnungen stehen allen Interessierten online zur Verfügung.

21. März 2022, Universitätsbibliothek Regensburg
International Conference, University of Regensburg, September 15-16, 2022

UNIQUE!? Unique Objects in an Age of Ubiquity : Functions and Potential

Fliegender Fisch Illustration

The international conference „Unique Objects in an Age of Ubiquity” addresses a central question that is of consequence for the humanities, social sciences and the arts as well as of great importance for cultural institutions such as museums and libraries: The question of the functions and potentials of unique objects in an age of digital reproducibility.

Unique objects are centres in a decentered, networked world. They signal unavailability and distance in a world of global digital availability. While in daily life unique objects serve as lifestyle items of individualization, in a cultural and scholarly context they have the subversive potential to disrupt processes of canonization and, as deep facts, rewrite history. Unique objects can, moreover, resist reproduction, through object-specific functions or close links between text and textual object.

Building on research concerning the materiality of the book, object biographies and historical practices of creating and exhibiting unique objects, the interdisciplinary conference aims to analyse the cultural function of unique objects in today's society. Contributions focus, on the one hand, on the social functions of unique physical objects and of practices of collecting and exhibiting such objects in a predominantly digital environment. On the other, they try to articulate the scholarly, literary and artistic potential of unique objects.

The interdisciplinary conference addresses scientists from media studies, material culture studies, book studies, museology, art history, literature studies, digital humanities, psychology, sociology, cultural studies, as well as practitioners from museums, archives and libraries.

Talks will be presented in English.

The conference is accompanied by an exhibition at the University Library.

31. Januar 2022, Universitätsbibliothek der Ludwig-Maximilians-Universität München
Ein Einblick in den Nachlass von Friedrich Kunstmann an der Universitätsbibliothek der LMU München

Ausstellung: Kunstmanns Kostbare Karten

Nachlass Friedrich Kunstmann C.1.1_2

Im Rahmen eines Seminars von Dr. Thomas Horst (Abteilung Historische Grundwissenschaften und Historische Medienkunde an der LMU und Centro Interuniversitário de História das Ciências e da Tecnologia, Lissabon) ist eine neue Ausstellung entstanden, die sich einem fast vergessenen, ausgesprochen vielseitigen Gelehrten an der LMU widmet: Friedrich Kunstmann (1811-1867) – Historiker, Jurist, Kanonist und Theologe. Seine Studien zur Kartographie- und Kirchengeschichte sowie ein längerer Aufenthalt als Erzieher am portugiesischen Königshof in Lissabon regten ihn an, eine einschlägige Bibliothek (1.100 Bände, viele davon in portugiesischer Sprache) zusammenzutragen, die sich seit 1868 gemeinsam mit seinem Nachlass im Besitz der Universitätsbibliothek der LMU München befindet.

Neben Dokumenten zu Kunstmanns Wirken in Portugal und an der LMU werden erstmals ausgewählte Objekte der in seinem Nachlass aufgefundenen Kartensammlung (Regional- und Länderkarten, See- bzw. Portolankarten und hemisphärische Weltkarten) vorgestellt. Diese reichen von wertvollen Originaldrucken des 16. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössisch angefertigten Faksimiles und handschriftlichen Kartenkopien, wobei eine portugiesische Manuskriptkarte des Atlantiks mit der Küste Brasiliens und von Westafrika (1764) besonders herausragt.

Begleitende virtuelle Ausstellung

Ergänzend zur Präsenz-Ausstellung in der Universitätsbibliothek der LMU München gibt auch die virtuelle Präsentation einen Einblick in die kostbare Kartensammlung von Friedrich Kunstmann. Die Präsentation wurde im Wintersemester 2021/22 im Rahmen des Seminars „Altkarten als Quelle für den Historiker“ unter der Leitung von Dr. Thomas Horst analysiert und von Studierenden anhand ausgewählter Exemplare weiter ausgewertet.

Virtuelle Ausstellung

4. Januar 2022, Universitätsbibliothek der Technischen Universität München
Rückkehr an den TUM Campus im Olympiapark

Neubau der Teilbibliothek Sport- & Gesundheitswissenschaften eröffnet

Am Montag, 10. Januar 2022 öffnet die Universitätsbibliothek der Technischen Universität München wieder die Pforten ihrer Teilbibliothek Sport- und Gesundheitswissenschaften im Fakultätsneubau am TUM Campus im Olympiapark. Nach 10-jähriger Bauzeit kehrt die Bibliothek vom Interimsquartier am Georg-Brauchle-Ring zurück an ihren ursprünglichen Standort in der Connollystraße.

Die hellen, modernen Bibliotheksräume liegen im Westen des Neubaus gegenüber der Cafeteria und bieten einen weiten Blick über die Außensportanlagen. Erreichbar ist die Bibliothek vom Haupteingang über die zentrale Erschließungsachse. Besucherinnen und Besucher erwartet ein Lesesaal mit höhenverstellbaren Arbeitsplätzen, sechs Einzelarbeitsräume (sogenannte Carrels), zwei Gruppenarbeitsräume sowie ein Schulungs- und ein Scannerraum.

Weitere Informationen
Neubau des TUM Campus im Olympiapark (Pressemitteilung vom 30.03.2015)

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