Faksimiles mittelalterlicher Handschriften

Donnerstag, 15. Juli 2021
Liederhandschrift

Eine Faksimile-Edition ist das perfekte Ebenbild eines einmaligen Originals, eines Unikats.

Sie ist die originalgetreue, drucktechnisch und kunsthandwerklich hergestellte Wiedergabe eines Werkes in all seinen Details, egal ob es sich dabei um die Abstufung einzelner Farbnuancen oder die genau erfassten Töne von Gold und Silber handelt. Faksimile-Editionen müssen das Original für Forschung und Bibliophilie vollwertig ersetzen. Die Auflagen der Faksimile-Editionen sind streng limitiert und nummeriert. Dadurch sind für den Sammler Preiswürdigkeit und Wert jeder einzelnen Ausgabe überprüfbar. Eine Faksimile-Edition, die ein Kulturgut auch schützt, erschließt erst dann eine Handschrift vollständig, wenn sie auch wissenschaftlich verständlich aufbereitet wird; umfassende Kommentarbände sind daher fester Bestandteil jeder Faksimile-Edition. Eine größere Sammlung von Faksimiles kann, wie der österreichische Handschriftenspezialist Otto Mazal schrieb, ein „Musée imaginaire“ bilden, das weitverstreute Originale in Reproduktionen an einem Ort vereint.

Die Ausstellung »Le Musée Imaginaire«. Faksimiles mittelalterlicher Handschriften zeigt eine repräsentative Auswahl von Faksimiles, die aus der umfangreichen Sammlung der Abteilung Altes Buch der Universitätsbibliothek stammen. Die auf zwölf Vitrinen verteilte Ausstellung ist ab 19. Juli 2021 in der Ausleihhalle der Universitätsbibliothek zu sehen.

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Ausstellung: »Le Musée Imaginaire«