Aktuelles

13. Mai 2022, Universitätsbibliothek der Technischen Universität München
Next-Generation-Bibliothekssystem

Wir sind der FOLIO Community beigetreten

Seit April 2022 sind wir formelles Mitglied der FOLIO Community und unterstützen damit ideell und finanziell die Weiterentwicklung eines Next-Generation-Bibliothekssystems.

Bücher ausleihen und zurückgeben, Medien erwerben und verwalten – schon seit vielen Jahren ist dies in Universitätsbibliotheken nicht ohne Softwareunterstützung denkbar. Traditionelle Bibliothekssysteme unterstützen dabei elektronische Medien nur unzureichend – eine Anforderung, vor die der digitale Wandel die Universitätsbibliotheken verstärkt stellt. Diese Lücke zu schließen, ist Zielsetzung sogenannter Next-Generation-Bibliothekssysteme.

Ein ernstzunehmender Kandidat für ein solches Bibliothekssystem ist FOLIO. Es wird seit Anfang 2021 durch eine Task Force des Bibliotheksverbunds Bayern (BVB) gründlich und umfassend getestet. FOLIO ist – nicht nur, aber auch – deshalb interessant, weil es sich um eine webbasierte Open-Source-Software handelt. Dies ermöglicht es, gemeinschaftlich das System optimal auf spezifische Bedürfnisse unterschiedlicher Bibliotheken anzupassen.

FOLIO wird seit 2015 von einer internationalen Gemeinschaft, getragen durch Bibliotheken in aller Welt, kooperativ entwickelt und zeichnet sich durch seine Offenheit und Modularität aus. Die Entwicklung ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass FOLIO eine echte Alternative darstellt und in renommierten Institutionen wie der Cornell University bereits im Bibliotheksbetrieb eingesetzt wird.

Die Bibliotheken der Technischen Universität München und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg haben sich daher entschlossen, der FOLIO Community beizutreten. Zusammen mit der Universitätsbibliothek der LMU München und der Universitätsbibliothek Regensburg sind damit inzwischen vier bayerische Universitätsbibliotheken offizielle FOLIO-Mitglieder.

10. Mai 2022, Universitätsbibliothek Augsburg
Constance Dittrich - neue Direktorin der UB Augsburg

Dr. Ulrich Hohoff übergibt nach 23 Dienstjahren das Direktorat an Constance Dittrich

Amtsübergabe der UB-Direktorats von Dr. Ulrich Hohoff an Nachfolgerin Constance Dittrich am 10. Mai 2022

Zum 1. Mai 2022 trat Constance Dittrich den Dienst als Direktorin der Universitätsbibliothek Augsburg an – und übernahm so den Staffelstab von Dr. Ulrich Hohoff, der bereits am 1. Februar nach 23 Jahren in den Ruhestand eintrat, zur feierlichen Staffelstabübergabe am 10. Mai aber nochmals im Senatsaal der Universität erschien.

Mit einer „Goldenen Ehrennadel“ verabschiedete Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg, heute den langjährigen Direktor der Universitätsbibliothek, Dr. Ulrich Hohoff, und verband mit dieser Ehrung ihren ausdrücklichen persönlichen Dank. Die Präsidentin betonte, dass Dr. Hohoff als zweiter Leiter der UB seit 1999 nicht nur erfolgreich den digitalen Wandel der Bibliothek und ihrer Bestände gestaltete, sondern in ihrer Geschichte insgesamt eine besondere Prägung ausübte. Sie hob beispielhaft die Begleitung des Bibliotheksbaus, sichtbar etwas in der 2019 eröffneten neuen Teilbibliothek Medizin, und die Weiterentwicklung im Bereich Sondersammlungen hervor. Hohoff gründete im Jahr 2008 eine eigene Abteilung „Handschriften, Alte Drucke und Sondersammlungen“ und erweiterte durch Ankäufe den Bestand der Neugründungsuniversität um einzigartige Sammlungen, darunter die „Bibliothek der verbrannten Bücher“ Georg Salzmanns, historische Schulbücher und Musik der Synagoge Augsburg. So waren die zahlreichen herausragenden Ausstellungen in seiner Dienstzeit aus dem Fundus der Sondersammlungen geprägt, 2021 erlebbar als beeindruckende Gesamtschau in der Ausstellung „Ein Reichthum, den kein Maß bestimmen kann“ anlässlich des Jubiläums der Universität.

Gleichzeitig begrüßte Prof. Dr. Doering-Manteuffel die Nachfolgerin in diesem wichtigen Amt innerhalb der Universität: Constance Dittrich (47) wechselte zum 1. Mai 2022 von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt nach Augsburg und ist hier die erste weibliche UB-Direktorin. Die studierte Altphilologin und Historikerin bringt umfangreiche Führungserfahrungen aus Eichstätt mit, wo sie zuletzt als stellvertretende Bibliotheksdirektorin und Leiterin der Abteilung Bestandsentwicklung wirkte. Langjährig verantwortete sie dort auch die historischen Sonderbestände, das Ausstellungsmanagement und die Digitalisierung – hervorragende Anknüpfungspunkte für den Start in Augsburg. „Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung und die Zusammenarbeit mit dem Team der Universitätsbibliothek“, erklärte Constance Dittrich. Herausforderungen in den kommenden Jahren sieht sie zum einen in der Begleitung der globalen Open-Access-Initiative und in dem Ausbau forschungsnaher Dienste, die eng an den Bedarfen der Wissenschaft ausgerichtet und umgesetzt werden. Zum anderen stellten sich mit und nach der Pandemie sowie angesichts des vollzogenen Digital Turn in Forschung und Lehre veränderte Nutzungsgewohnheiten an die Bibliothek als Lern- und Arbeitsraum. Auch der Tradition der Ausstellungen und guten Kommunikation mit der Stadtgesellschaft Augsburgs möchte Constance Dittrich treu bleiben: „Natürlich werden wir weiterhin unseren Bestand auf eindrucksvolle und inspirierende Art in Ausstellungen und Publikationen präsentieren.“

Beide Bibliothekare kennen einander aus der Zusammenarbeit in der Bibliothekscommunity Bayern und können so besonders gut den Wechsel vollziehen.

6. Mai 2022, Universitätsbibliothek Regensburg
Wanderausstellung

Ausstellung „Dialog mit dem Ende“

Ausstellungsbanner und Sitzflächen

Wanderausstellung über die Endlichkeit und das Leben ab 25. April im Oberen Foyer der Zentralbibliothek

„Wollen Sie ewig leben?“, „Wofür wollen Sie erinnert werden?“ oder „Gibt es einen schönen Tod?“; diesen und vielen weitere existenziellen Fragen begegnen Besucher:innen vom 25. April bis 28. Mai 2022 in der Ausstellung „Dialog mit dem Ende“ im Foyer der Universitätsbibliothek Regensburg. Begleitend zur Ausstellung gibt es an der Universität Regensburg ein weitreichendes Rahmenprogramm.

2. Mai 2022, Universitätsbibliothek Augsburg
Orientierung vor Ort

Neu: Virtuelles Rauminformationssystem V:Scout

Screenshot der virtuellen Rauminformationssystems VScout der Firma ArTec

Das neue Rauminformationssystem V:Scout ermöglicht allen Besucher:innen die schnelle und gezielte Suche nach Büchern, Räumen und Servicebereichen in der Universitätsbibliothek Augsburg. Wie gelange ich zur Fachliteratur meines Studienfachs? Wo in der Bibliothek gibt es Scanner, wo Leseplätze und Gruppenräume? Diese und andere Fragen lassen sich mit dem neuen Tool V:Scout schnell und unkompliziert beantworten. Das System wurde auf Wunsch der Studierenden der Universität Augsburg eingerichtet und aus Studienzuschussmitteln finanziert. Pünktlich zum Präsenz-Sommersemester 2022 steht mit V:Scout somit ein praktisches Tool bereit, das allen zugute kommt, die sich erstmals in der Bibliothek orientieren müssen.

Medien und Fachbereiche schnell finden

V:Scout bildet die Zentralbibliothek und alle Teilbibliotheken auf dem Campus mit ihren Literaturbeständen, Arbeitsplätzen, Räumen und Servicebereichen wie Infotheken und Scanplätzen genau ab.*

Das System ...

  • kann auf allen internetfähigen Endgeräten aufgerufen werden und bietet Nutzer:innen jederzeit räumliche Orientierung in 2D- oder 3D-Ansicht.
  • ist mit dem OPAC der Bibliothek verknüpft und führt von einem gewünschten Titel direkt bis an das jeweilige Bücherregal. Nutzer:innen müssen lediglich auf die Verlinkung „Wegweiser“ neben der Signaturangabe klicken, um zur virtuelle Wegeführung zu gelangen. Über das intuitive Menü können zudem die fachlich geordneten Literaturbestände und ihre Standorte in der Bibliothek erkundet werden.

Alle Servicebereiche auf einen Blick

Auch bei der Suche nach dem nächstgelegenen Selbstverbucher, Scanner, CIP-Pool oder Gruppenraum hilft V:Scout weiter. Über die Suchfunktion sowie den Menüpunkt „Servicebereiche“ ist die gesamte Bibliotheksinfrastruktur auffindbar, einschließlich besonderer Angebote wie beispielsweise der Semesterapparate oder Zeitschriftenauslagen. So gelangen Sie ohne Umwege zu Ihrem Zielort. Langes Suchen in der Universitätsbibliothek gehört damit der Vergangenheit an.

4. April 2022, Universitätsbibliothek Augsburg
Start der RFID-Ausleihe auf dem gesamten Campus

Universitätsbibliothek startet flächendeckend mit Selbstverbuchung

Neuer RFID-Selbstverbucher an der Universitätsbibliothek Augsburg

Pünktlich zum Sommersemester 2022 startet heute auf dem Campus der Universiät Augsburg in der Zentralbibliothek und den angrenzenden drei Teilbibliotheken die neue RFID-Ausleihe. Nutzer:innen der Universitätsbibliothek können ab sofort Bücher schnell, bequem und kontaktlos an Selbstverbuchungsterminals ausleihen. Die Bibliothek hat hierzu in den vergangenen Monate ihre Buchsicherung und das Ausleihsystem in Zusammenarbeit mit der Firma Bibliotheca auf die moderne RFID-Technik umgestellt.

Komfortabel und flexibel

In den gesamten Bibliotheksöffnungszeiten können ab sofort Medien ohne Gang zur Theke selbst entliehen werden. Dies geschieht beim nächstgelegenen Selbstverbuchungsautomate. Wie gewohnt benötigen Nutzerinnen und Nutzer lediglich ihre Campus Card, den Bibliotheksausweis. Legt man diesen am Selbstverbucher auf, können die gewünschten Bücher stapelweise mit nur einem Klick auf das Bibliothekskonto verbucht werden. Insgesamt acht Selbstverbucher verteilen sich auf die Zentralbibliothek und die drei umliegenden Teilbibliotheken. An allen Bibliothekseingängen sind zudem neue RFID-Sicherungsgates aufgebaut, die Alarm schlagen, sollte eine Buchung einmal nicht korrekt erfolgt sein. Selbstverständlich stehen die Mitarbeitenden der Bibliothek vor Ort mit Rat und Tat zur Seite, sollten Fragen und Probleme bei der neuen Selbstverbuchung auftreten. Die Rückgabe erfolgt vorerst noch über die bekannten Bücherboxen oder an den Servicetheken.

Schnelle Umsetzung des RFID-Projekts

An zwei dezentralen Bibliotheksstandorten, dem Leopold Mozart Zentrum und der Teilbibliothek Medizin, stand die Selbstverbuchung via RFID im Rahmen einer Pilotierung bereits seit einiger Zeit bereit. Dank zentraler Finanzierung durch die Universitätsleitung konnte nun auch an allen Standorten auf dem zentralen Campus auf RFID umgestellt werden - und dies allen planerischen Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie zum Trotz in nur einem halben Jahr. Seit Jahresbeginn fanden hierzu verschiedene Bau- und Umräummaßnahmen in der Universitätsbibliothek statt. Die Firma Bibliotheca, Partnerin im Projekt, hatte seit dem 24. Januar in allen Teilbibliotheken den Buchbestand im Akkord umetikettiert. 

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